Leserbrief

Gleiches Recht für alle

Sehr geehrter Herr Dr. Unterkofler, Sie brauchen sich um den Rechtsstaat aus Ihrer Sicht keine Sorgen zu machen, denn dieser kommt ja allen Forderungen der Industrie postwendend nach. Von den Gerichten noch nicht endgültig entschiedene Verfahren werden als rechtskräftig abgestempelt. Nationale und EU-Gesetze, welche diversen Projekten im Weg stehen, werden umgangen und links liegen gelassen.

Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig, aber um Ihre Auffassung zum Rechtsstaat zu erkennen, genügen diese beiden Punkte. Wenn sich dann kleine Bürger (Angestellte, Arbeiter, Bauern etc.) auch Gedanken dazu machen und die oben angeführten juristischen Schieflagen vor den Vorhang holen, sehen Sie den Rechtsstaat gefährdet. Ja geht's noch? In der 380-kV-Causa ist die zwingend
vorgeschriebene SUP ("Strategische Umwelt Prüfung") nicht gemacht worden. Die Entscheidung des EuGH bezüglich der Waldrodungen wird bis dato einfach missachtet. Das Menschenrecht auf Gesundheit und Unversehrtheit wird einfach umgangen und all das wird ganz dick in öffentliches Interesse eingepackt.

Liebe Bürger von Salzburg, aber auch von Österreich, lassen wir uns das nicht mehr länger gefallen, dass auf Kosten von Umwelt und Gesundheit Gewinne maximiert werden. Die Schäden am Planeten Erde müssen an vorderster Front wir ertragen und dann an unsere Kinder und Enkelkinder weitergeben. Bitte, wacht auf und stellt euch auch dagegen, denn die Zerstörungen an dem Ökosystem "Erde" können wir uns nicht mehr länger leisten und viele davon sind auch irreparabel.

Alois Mösl, 5201 Seekirchen

Aufgerufen am 22.09.2020 um 09:10 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/gleiches-recht-fuer-alle-83461951

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