Leserbrief

Globalisiertes Wirtschaften ohne Maß und Ziel kann keine Zukunft haben

Pflastersteine, giftige Kunststoffsaurier und Ramschwaren aller Art sind u.a. die "Geschenke", die uns aus China erreichen, diesmal auch ein bösartiger Virus. Ab und zu ist die Drohung dabei: "Wenn ihr nicht so viel arbeitet und wirtschaftet wie wir, seid ihr nicht konkurrenzfähig und ihr verliert auf längere Sicht euren Wohlstand." Eine gefährliche Drohung, wenn man weiß, dass grob geschätzt weit mehr als die Hälfte der Kapitalien in China dem Großen Geld aus dem Westen gehören. Das heißt, dass uns das westliche Großkapital über die Chinesen unter Druck setzt, immer mehr für immer weniger Geld zu arbeiten (chinesische Sklavenarbeiter gibt es inzwischen fast überall auf der Welt). Die ungeheuren Gewinne wandern in die Taschen weniger, die dabei anfallenden Kollateralschäden (Umweltzerstörung, Staatsschulden, zerstörte Gesundheit bis zum Coronavirus usw.) müssen von der Bevölkerung getragen werden. Wir tragen schon zu lange (ein Detail: Zu allen anderen Lasten zahlt in Österreich jeder Erwerbstätige ca. 100 Euro im Monat nur für den Zinsendienst der Staatsschulden). Wie viele Schulden und Viren brauchen wir noch, um zu erkennen, dass dieses globalisierte Wirtschaften ohne Maß und Ziel keine Zukunft haben kann?

Wolfgang Sonntagbauer, 5082 Grödig

Aufgerufen am 01.10.2020 um 10:28 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/globalisiertes-wirtschaften-ohne-mass-und-ziel-kann-keine-zukunft-haben-86178862

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