Leserbrief

Gratulation an LH-Stv. Schellhorn

Die unendliche Geschichte der Erweiterung des Europark ist wohl jetzt abgeschlossen. Der Hausverstand sagt jedem, dass die Erweiterung des Europark in einem weitgehend gesättigten Markt zur Verlagerung der Umsätze von den (Innen-)Städten auch vieler kleinerer Orte dorthin führt. Mit den entsprechenden Folgen wie Verlagerung von Arbeitsplätzen von den Gemeinden dorthin und den zusätzliche Autofahrten, d. h. zusätzlichen Kfz-Emissionen. Die Politik hat die Aufgabe, eine gesamthafte Bewertung durchzuführen.

Die Erweiterung wird von vielen stark unterstützt. Das ist einerseits verständlich, da z. B. Spar eine hervorragende Firma ist. Die zukünftige Entwicklung wird deshalb Richtung Qualität und nicht Richtung Quantität gehen müssen. Langfristig würde die Dominanz einer Firma zu einer großen Abhängigkeit führen. Was ist, wenn die Eigentümerfamilien einmal die Weitergabe der Führungsfunktionen nicht so gut wie bisher regeln können? Dann hätte Salzburg im Handel nicht nur Schnupfen, sondern sogar mehr. Auch das Argument, ein Gegengewicht zum Onlinehandel aufzubauen, hinkt. Eine Konkurrenz zum Onlinehandel kann nur auf einer Onlineebene aufgebaut werden. Mit diesem Argument könnte jeder Betrieb eine Erweiterung jeglicher Art begründen.

Dr. Klaus Bernhart, 5020 Salzburg

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