Leserbrief

Grenzauflagen zu Personenverkehr bitte hinterfragen

Das Bundesland Salzburg hat zirka 560.000 Einwohner. Mit Stand
12. 4. wurden davon 1184 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet, das entspricht 0,211% der Einwohner. Am 17. 4. waren laut den SN 309 Personen am Coronavirus erkrankt, das entspricht 0,055% der EW. Statistisch berechnet, müsste ein Grenzüberschreiter mit 473 Salzburgern in Kontakt treten,
um einer Person zu begegnen, die positiv getestet wurde. Einer am Virus erkrankten Person würde er erst nach dem Kontakt mit 1812 Einwohnern begegnen. Das bedeutet natürlich noch lange nicht, dass der Grenzüberschreiter bei diesen Kontaktaufnahmen tatsächlich infiziert würde, er beachtet ja auch höchstwahrscheinlich
die geltenden Schutzvorschriften.
Die Infektionsgefahr für jene, die einen Grenzübertritt von Salzburg in den benachbarten Landkreis Berchtesgaden riskieren, wäre übrigens ähnlich hoch. Von den rund 106.000 Einwohnern sind mit Stand 19. 4. noch 144 Personen bekannt, die auf SARS-CoV-2 positiv getestet wurden, das entspricht 0,137% der Einwohner. In Behandlung befinden sich 97 Personen, das entspricht 0,092% der Einwohner.

Die verantwortlichen Politiker "drent und herent" sollten sich gründlich überlegen, ob unter diesen Umständen die von ihnen verordneten Maßnahmen noch gerechtfertigt sind.

Leopold Hasenschwandtner, D-83410 Laufen

Aufgerufen am 26.10.2020 um 06:00 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/grenzauflagen-zu-personenverkehr-bitte-hinterfragen-86624656

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