Leserbrief

Große Lücken in der Versorgung

Es mag noch Menschen geben, die Tauben mit Sorge sehen. Meine Erfahrung zeigt aber ein ganz anderes Bild: Die meisten Menschen wollen den Stadttauben helfen. Sie sind aufgeklärt und kritisieren die, die noch immer Unwahrheiten über den Stadtvogel erzählen.

Und diese Aufgeklärtheit zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. Viele Menschen in der Stadt Salzburg sind über die großen Defizite besorgt, wenn es darum geht, eine ordentliche Anlaufstelle für Taubennotfälle zu finden. Hier gibt es große Lücken in der Versorgungskette, die geschlossen werden müssen, wollen wir den Auftrag des Gesetzgebers erfüllen. Das österreichische Tierschutzgesetz verpflichtet zur Hilfeleistung, auch bei verletzten Stadttauben.

Bei täglichen Beobachtungsgängen durch die Stadt können viele Tauben mit Verletzungen beobachtet werden. Manche dieser Verletzungen entstehen durch unsachgemäße Taubenabwehrmaßnahmen. Andere durch Dehydrierung und verschmutztes Trinkwasser. Auch die nicht artgerechte Versorgung der Stadttauben, z. B. Müll statt Hartkörner, fordert ein hohes Risiko für den Gesundheitszustand.
Diese Zustände sind für eine Stadt, die einen Tierschutzauftrag zu erfüllen hat, untragbar. Es soll eine universitäre Untersuchung in der Stadt Salzburg über Probleme mit Stadttauben geben. In dieser Arbeit darf der Tierschutz für Stadttauben nicht fehlen, auch was die Versorgungsleistung einer Stadt angeht, soll diese Arbeit den tierschutzrechtlichen Erfordernissen entsprechen.


Gabriela Arnold, ARGE Stadttauben Salzburg, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 23.01.2021 um 05:48 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/grosse-luecken-in-der-versorgung-84324838

Kommentare

Schlagzeilen