Leserbrief

"Große Pause" am Bahnhof

Leserbrief zu "Die Fahrgäste bleiben auf der Strecke".
Danke für den "Standpunkt" von M. Perterer vom 24.11.2018, dazu ein Beispiel von heute:
Meine Frau hatte eine terminlich nicht aufschiebbare Fahrt nach Linz mit Railjet 863 und Ankunft dort um 12.14 Uhr gebucht.
In Attnang-Puchheim war "große Pause", d.h. sie durfte den schönen Bahnhof zwei Stunden lang bewundern.
Den ORF-Nachrichten entnehme ich, dass dies laut Gewerkschaft VIDA zum Schutz der Reisenden geschieht (darf darüber gelacht werden?). Übrigens: Da die Verspätung über zwei Stunden beträgt, gibt es eigentlich einen Ersatz?
Wer hat nun den Schaden?
- Meine Frau und alle anderen Fahr"gäste" der ÖBB - klar!
- die ÖBB - klar!
- alle Steuerzahler - klar!
- die Eisenbahner - klar! Weil der Image-Verlust größer ist als das Lohn-Plus.

Der Eindruck der politischen Machtdemonstration dürfte stimmen.
Mein wohlgemeinter Ratschlag an alle Politiker: Mit beleidigten "Justament"-Aktionen kann man bei verantwortungs-bewussten und kritischen Wählern und Steuerzahlern nichts gewinnen.

Dr. Alexander Dörr, 6800 Feldkirch

Aufgerufen am 27.11.2020 um 01:19 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/grosse-pause-am-bahnhof-61586869

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