Leserbrief

Großer Arbeitsaufwand für Lehrer/-innen

Ich bin Ehemann einer Lehrerin. In den letzten Wochen war meine Frau fast Tag und Nacht im Schulalltag verhaftet: Vorbereiten (analog/digital), Korrigieren (stundenlang), Rückmelden, Elternkontakte, Hilfestellungen, Journaldienste. Täglich, auch WE, Osterferien waren sowieso gestrichen. Anfangs sah es aus, als würde die Gesellschaft endlich sehen, dass der Lehrberuf kein Halbtagsjob ist. Nun: Großes Lob für Eltern und Kinder (was diesen auch gebührt!), die Lehrer sind wieder aus dem Bewusstsein verschwunden. Die sollen jetzt mal arbeiten! Drum streicht man z.B. die Zwickeltage. Aber: an Zwickeltagen erscheinen immer mehr Schüler gar nicht. Und glaubt ernsthaft jemand, dass Schüler, die sich schwer - oder einfach nur nichts - tun, im Sommer motiviert sind?

Wenn man was Sinnvolles machen will: Herbstferien streichen und die alte Ferienordnung hernehmen, das nächste Schuljahr normal starten und eine durchgehende intensive Phase bis Weihnachten bieten - diese Zeit war immer die effizienteste im Schuljahr.

Herr Faßmann, achten Sie auch ein bisschen auf Ihr Personal!

Wolfgang Steinacher, 5020 Salzburg

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