Leserbrief

Großer Frust für Leistungsberechtigte

Ich bin seit neun Jahren Pensionist nach einem langen Siemens-Österreich-Berufsleben. Die ursprüngliche Firmenpension (zusätzlich zur ASVG-Pension) wurde vor etwa 20 Jahren - leider auch durch meine Zustimmung in einer Zeit guter Veranlagungsergebnisse, großer Versprechungen und eines mangelhaften Pensionskassengesetzes - in eine Betriebspension über eine Pensionskasse (damals eine Siemens-Gesellschaft, heute eine Tochter des Raiffeisenkonzerns (Valida)) umgewandelt. Die damals errechnete Firmenpension ist heute durch alle paar Jahre erfolgte Erniedrigungen (ohne Berücksichtigung der Inflation) um mindestens 25% niedriger und nach der neuesten Mitteilung vom Beginn 2019 ist heuer wieder mit ca. 11% "Anpassung" - besser passt "Erniedrigung" - zu rechnen.
Das ist ein großer Frust für uns Leistungsberechtigte dieser Pensionkassen, aber natürlich auch für alle noch im Berufsleben stehenden, deren Firmen heute Beiträge in diese Pensionskassen abführen. Diese Art der Pension ist keine Zukunftssicherung, wie uns die jährlichen Jubelmeldungen der Pensionskassenverantwortlichen in den Medien signalisieren möchten.
Es ist dringend notwendig, dass sich die Politik dieses Pensionskassengesetzes ernsthaft annimmt. Es kann nicht gerecht sein, dass alle Risiken eines mangelhaften Gesetzes nur Pensionsbezieher tragen. Ich ersuche Sie, sich dieses Themas in Ihrer Fachredaktion auch aus Sicht der Betroffenen anzunehmen.


Wolfgang Flandorfer, 2000 Stockerau

Aufgerufen am 23.10.2019 um 07:11 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/grosser-frust-fuer-leistungsberechtigte-67308796

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