Leserbrief

Grüße an die und aus der Lärmwelt

Als Lehrer allgemein -und als Sonderschullehrer im Besonderen- ist Lärm sozusagen ein ständig präsentes Unterrichtsmittel, sei es während der Stunde oder verstärkt in den Pausen. Da fühl ich mich leicht verstört, wenn ich in einer Nachrichtensendung hör, welch negative Folgen Lärm auf meinen Gesundheitszustand hat, und das ist wissenschaftlich bewiesen. Mordgedanken kommen aber auf, wenn ich am nächsten Morgen gegen 3:30 von scheinbar harmlosen und fröhlichen Vogelgezwitscher aus dem Schlaf gerissen werde. Was denken die denn? Die gefiederten Rabauken sollten sich ein Vorbild an den Verkehrsteilnehmern nehmen! Ab und an dringt - meist Bach oder Mozart - aus einem höchstens spaltweit offenen Autofenster. Nie nur sinnloses Gewummere in unerträglicher Lautstärke. Und die anregende Musik vermischt sich mit dem leisen Blubbern der Motoren. So gehört sich das!


Zynismus und Ironie helfen, meinen Gesundheitszustand aufrecht zu erhalten; nicht wissenschaftlich bewiesen, ABER meine feste Überzeugung, und wer das nicht glaubt, den lüg ich gerne mit einer anderen Geschichte an.

Gerhard Grabner, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 17.01.2022 um 07:38 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/gruesse-an-die-und-aus-der-laermwelt-71250643

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