Leserbrief

Grundlegendes Umdenken in der Bildungspolitik

Zu "Rechnungshof: Probleme durch Diabetes massiv unterschätzt" (SN vom 19. 10.):

Und wieder wird in Österreich das Pferd von hinten aufgezäumt. Schuld sind natürlich die Medizin und die Wirtschaft. Ist doch klar, wir können gar nicht anders als den vielen Zucker zu essen, damit es unserer Wirtschaft, oder noch besser den Banken gut geht. Und dann haben wir noch die Medizin und natürlich die Pharmaindustrie, um das Altern in Krankheit noch etwas in die Länge zu ziehen.

Anfangen müsste die Prävention schon ganz früh. In Kindergarten und Schule sollten der Sport oder besser die Körperkultur nicht nur als erzieherisches Mittel benützt werden, sondern wesentliche Grundlage für ein erfülltes, gesundes und langes Leben bilden. Dazu ist die schon wieder in Vergessenheit geratene tägliche Turnstunde nur ein Mailüfterl. Wenn die Schule wirklich fürs Leben lehren will, müssen die Sport und Ernährungslehrefächer zu Hauptfächern gemacht werden. Das lässt sich mit einmal Ballspielen in der Woche und einer Skisportwoche zur Belebung der Wintersportwirtschaft nicht erledigen. Dazu bräuchte es aber ein grundlegendes Umdenken in der Bildungspolitik. Ohne entsprechend umfassende Aus- und Weiterbildung der Unterrichtenden wird es ebenfalls nicht gehen.


Franz Laner, 6020 Innsbruck

Aufgerufen am 27.11.2021 um 06:05 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/grundlegendes-umdenken-in-der-bildungspolitik-78027580

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