Leserbrief

Guter Wirt oder böser Wirt? Almwandern oder Almfahren?

Seit geraumer Zeit verfolge ich das Wechselgeldthema unseres Wirts in Hintersee.
Dass es sich hier um keine Wechselstube, sondern um ein Wirtshaus handelt, finde ich es absolut gerechtfertigt, dass er kleine Gebühren für diese Dienstleistung einhebt. Da könnte ja jeder daherkommen.
Ich glaube, er hat Besseres zu tun, als andauernd seine Arbeit zu unterbrechen und den "Wünschen" (Geldwechsel, Flascherl wärmen u.s.w.) der "Almwanderer" pardon "Almfahrer" nachzukommen.
Was mich jedoch wachgerüttelt hat, ist Folgendes: Seit Menschengedenken sprach man vom Almwandern. Für die einen war es Sport und Bewegung, die Begeisterung und das Lauschen der Natur, einige empfinden eine schöne Wanderung gar als eine Art Meditation.
Neuerdings belagern nicht nur Automassen die Parkplätze im Tal, nein viel zu viele "erklimmen" die Alm und Bergwelt mittels Automobil. Muss das sein?
Sind den plötzlich alle alt oder gehbehindert? Oder ist es wie so oft die Faulheit oder die Bequemlichkeit alles auf schnellstem, komfortabelsten Weg zu erreichen? Bloß nicht zu viel bewegen.
Es wäre kein Fehler, wenn sich so mancher am Leitsatz von Univ. Prof. Anton Wicker halten würden: Trabe bis zum Grabe - Turne bis zu Urne!
Und zum Schluss noch an alle selbsternannten "Klimaschützer": Auch hier gilt der Umweltgedanke!
Es kann doch nicht sein, dass aus Almwandern Almfahren wird!


Daniela Pichler,

Aufgerufen am 16.11.2019 um 03:15 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/guter-wirt-oder-boeser-wirt-almwandern-oder-almfahren-76298974

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