Leserbrief

Haltestelle Weidenstraße Linie 5

Wie es aussieht, wird Salzburg wieder einmal seinem Ruf als Schildbürgerstadt/-land gerecht. Von mehreren Möglichkeiten der Linienführung und der Bedienung der Haltestelle (bisherige Endstation Weidenstraße) wird vermutlich die teuerste und ungünstigste Lösung gefunden und umgesetzt. Außerdem werden Busbenutzer - und da vor allem Schulkinder - unzumutbaren Gefahren ausgesetzt.

Wenn man sich die Vergeudung von Grünfläche bei der derzeitigen Baustelle für zwei Haltestellen ansieht, könnte man meinen, Grund und Geld sind im Überfluss vorhanden. Mit der Errichtung der beiden Haltestellen wird es wohl nicht abgetan sein, ein Fußgängerübergang mit Blinkanlage zur Sicherheit ist unabdingbar, zumal in diesem Streckenabschnitt - trotz Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h - viel zu schnell gefahren wird.

Grünlandschonende Lösungen wären, a) die Trassenführung rechts neben der geschützten Eiche vorbeizuführen (nur für Busverkehr), oder b) eine Ampelregelung mit einer "Ausweiche" auf der Ostseite der Berchtesgadener Straße, oder c) ein einfacher Kreisverkehr, der das Abbiegen in alle Richtungen ermöglicht (wie z. B. bei der Kreuzung Kendlerstraße/Kuglhofstraße, der nur wegen des Obusses geschaffen wurde, oder wie bei der Steinlechnerkreuzung usw.).

Dass sich die Landesregierung dem Diktat der Salzburg AG unterwirft, ist unglaublich. Die Politik hat scheinbar immer noch nicht begriffen, dass man es den Benutzern der Öffis so einfach wie möglich machen muss, damit diese die öffentlichen Verkehrsmittel auch benutzen. Solche Aktionen sind kontraproduktiv und es scheint, als ob bewusst das Scheitern von guten Ideen herbeigeführt werden soll.

Mag. Alfred Unterberger, 5082 Salzburg-Eichet

Aufgerufen am 01.12.2020 um 10:24 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/haltestelle-weidenstrasse-linie-5-76996426

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