Leserbrief

Handelt die Stadtpolitik nach Murphys Law?

Zum Artikel über das Stadionprojekt auf dem Messegelände (SN vom 10. 1. 2022): "Anything that can go wrong will go wrong" besagt kurzgefasst dieses "Gesetz" aus meiner Heimat. Ich habe das Glück, schon über ein Jahrzehnt in dieser wunderschönen Stadt leben zu dürfen, aber ich habe immer mehr das Gefühl, dass die Stadtpolitik besagtes "Murphys Law" im Sinne von "was wir scheitern sehen wollen, wird auch scheitern" für sich entdeckt haben dürfte.

Wie sonst ist es zu erklären, dass beispielsweise ein derzeit aktuelles Projekt
eines privaten Investors, das leistbares Wohnen (und davon gibt es gerade für junge
Familien in Salzburg ein mehr als überschaubares Angebot), Altlastensanierung und
eine attraktive Möglichkeit für Salzburger Sportvereine sowie Konzertveranstaltungen und dergleichen und somit auch die damit verbundenen Möglichkeiten für die - gerade in dieser herausfordernden Zeit - so wichtigen Perspektiven für die Kinder und Jugendlichen, von vornherein mit Ablehnung gestraft wird?

Werter Herr Bürgermeister, es wäre an der Zeit, sich wenigstens soweit aus dem Fenster Ihres Turms zu lehnen, um die Dinge einmal mit eigenen Augen zu betrachten, ansonsten ist zu befürchten, dass Ihnen beim Verlassen besagten Turms sämtliche Bodenhaftung bereits gänzlich verloren gegangen ist.


Marty Jackson, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 17.05.2022 um 02:22 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/handelt-die-stadtpolitik-nach-murphys-law-115800583

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