Leserbrief

Handlungsbedarf am Gaisberg

Zum wiederholten Male ist es mir passiert, dass ich - unterwegs mit öffentlichen Verkehrsmitteln - am Gaisberg hängen geblieben bin. Kreuz und quer parkende Autos in der Busumkehrschleife haben verhindert, dass der Bus von der Bergspitze wieder herunterfahren konnte. Auch diesmal dauerte es wieder quälend lange, bis die Polizei und ein Abschleppwagen kamen, um dem Bus wieder Raum zum Fahren zu schaffen. Währenddessen kamen ständig weitere Autos - auch gegen die Einbahn - und machten das Chaos noch größer. Wer auf dem Gaisberg ohne Auto unterwegs ist, hat immer das Nachsehen. Es ist unverständlich, wieso seit langem unser Hausberg ohne klare Regelung dem Individualverkehr überlassen wird. Es war sehr positiv, eine regelmäßige Busverbindung einzurichten, sie wird aber immer wieder von undisziplinierten Autofahrern blockiert.
Die Gaisbergspitze ist ein einzigartiger Aussichtspunkt und ein Juwel, um das uns viele beneiden. Dieses wunderschöne Bergplateau unterhalb der Sendeanlage besteht aber im Wesentlichen aus einer als Parkplatz genützten Straßenschleife. Eine attraktivere Gestaltung stünde der Stadt langsam wirklich besser an. Vor allem gehört endlich dem öffentlichen Verkehr der Vorrang gegeben, die Autoflut eingedämmt oder verbannt. Lösungen bieten sich viele an: von einer Sperre bei Überfüllung, einer Teilsperre ab Zistelalm, einer generellen Sperre mit Ausnahmegenehmigungen, einer Pollerregelung wie in der Innenstadt bis zu eher utopischen Lösungen mit einer neuen Bahn oder Seilbahn.
Jedenfalls besteht dringend Handlungsbedarf, am nächsten schönen Tag wird wieder alles verstopft sein und der Bus im Blechchaos stecken bleiben.


Wolfgang Pirkl, 5020 Salzburg

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