Leserbrief

Heikles Thema: Trotz Krankheit in die Arbeit

Dieses sehr heikle Thema - krank in die Arbeit zu gehen - beschäftigt wohl die meisten Arbeitnehmer in Salzburg. Denn: (Aussage von einem früheren Arbeitgeber): "Wegen an bissal Schnupfen oder Husten kann man ja wohl arbeiten." Darum bleibt man ja auch nicht zuhause, sondern wegen einer starken Einschränkung des Wohlbefindens, die somit auch meist mit hoher Ansteckungsgefahr für Kollegen und Kunden einhergeht. Bei Fieber sollte niemand sich in die Arbeit plagen müssen, denn wie bekannt kann eine verschleppte Krankheit sogar schlimme Folgen auf andere Organe haben. Deshalb ist es mir auch immerzu ärgerlich und nicht nachvollziehbar, am selben Tag der Erkrankung eine Bestätigung vom Arzt erbringen zu müssen, wo man eigentlich im Bett bleiben sollte. Zum Auto schleppen (sollte man mit Fieber nicht), zum Arzt fahren, dort im Wartezimmer zu sitzen (und dabei andere Patienten anstecken). Somit ist mindestens eine halber Tag vertan, wo man sich schon wieder zuhause erholen könnte. Dann kommt noch das schlechte Gewissen: "Jetzt müssen meine Kollegen meine Arbeit erledigen ... hoffentlich werde ich nicht gekündigt ..." Ist man noch dazu Migränepatient wie ich, ist es nicht möglich, in diesem Zustand zum Arzt zu fahren - und Hausbesuche gibt es ja schon lange nicht mehr. Liebe Dienstgeber, macht euren Mitarbeiter/-innen kein schlechtes Gewissen, wenn sie sich nicht krank in die Arbeit schleppen, denn je schneller man auskuriert ist, desto schneller ist man wieder fit.

Brigitte Schmerl, 5061 Elsbethen

Aufgerufen am 26.11.2020 um 10:51 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/heikles-thema-trotz-krankheit-in-die-arbeit-82802473

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