Leserbrief

Heizkraftwerk St. Gilgen

Auf Grund der Preisentwicklung fossiler Brennstoffe, an dem der Wärmepreis gebunden war, ist die Bioenergie in finanzielle Notlage gekommen und wurde mit der Gläubigerbank eine Vereinbarung getroffen, dass ab einem gewissen Prozentsatz an Wärmekundinnen und Kunden, die einer freiwilligen Preiserhöhung zustimmen, der Betrieb weitergeführt werden kann. Diese freiwillige Preiserhöhung wurde allen Betroffenen schriftlich, zum größten Teil persönlich und auch in einer öffentlichen Veranstaltung kommuniziert. Vom überwiegenden Teil der Abnehmer wurde diese freiwillige Preiserhöhung mitgetragen, um zu vermeiden dass das ganze Werk in die Hände von Fremden fällt und ab diesem Zeitpunkt sowieso neue Preise vorliegen würden. Ein geringer Prozentsatz hat dieser Erhöhung nicht zugestimmt und wurde ihnen auch klar kommuniziert, dass nach dem Auslaufen des Erstvertrages nach 15 Jahren, neue und auch höhere Preise zu erwarten sind. Dass nun ein Gastronom behauptet aus allen Wolken gefallen zu sein kann nur auf die herrschende Frühjahrsmüdigkeit zurückzuführen sein. Entweder kennt er seine Verträge nicht oder ignoriert einfach die Tatsachen. Jahrelang den günstigen Energiepreis weiter zu beziehen und dann medial auf die Bioenergie einzuhacken ist schon ein starkes Stück. Aber es stand jedermann frei sich mit der Gemeinschaft zu solidarisieren oder nur auf seine Tasche zu schauen. Ich wünsch ihm jedenfalls alles Gute bei der Errichtung eines eigenen Heizkraftwerkes. Dies kann er sicher mit dem bisherigen Gewinn locker bewerkstelligen.


Mag. Manfred Gebhard, 5340 St. Gilgen

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