Leserbrief

Helmtragen sollte selbstverständlich sein, nicht Pflicht

Ich fahre (seit annähernd 70 Jahren) gern und viel mit dem Rad. Leider ist aber das Verkehrsverhalten meiner einspurigen Kollegen/-Innen oft sehr bedenklich. Die StVO ist bestenfalls eine Richtlinie, ein Zebrastreifen gilt vermeintlich nur für Autofahrer, Fußgänger verstopfen die Gehsteige, etc.
Verkehrserleichterungen für Radler/-Iinnen sind sicher begrüßenswert, dürfen aber nicht - wie dies vielfach praktiziert wird -zum Nachteil und der Gefährdung von Fußgängern sein. Beispiel Hellbrunner Allee: Eer Spezialslalom vieler (E-)Biker/-Innen zwischen Reitern, Kindern, Spaziergängern und Hunden ist oft lebensgefährlich. Auch für Radfahrer/-Innen muss gelten: Rücksicht!

Bei der geplanten StVO-Änderung "bei Rot in die Kreuzung radeln" ist zu bedenken, dass dies auch eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordert; abgesehen davon, dass es ohnehin gängige Praxis ist.
Helmpflicht: Dass Biker/-Innen, insbesondere mit E-Antrieb (30, oft 40 km/h schnell) ein Gesetz brauchen um sich selbst zu schützen - kein Kommentar. Interessant ist, dass eine Helmpflicht offensichtlich kein Problem darstellt, eine Impfpflicht dagegen schon. Um diese Logik zu verstehen muss man wohl gelernter Politiker sein, denn: der Helm ist nur teilweiser Selbstschutz, eventuelle Folgen für Helmmuffel sind vergleichsweise überschaubar. Eine Impfung ist dagegen nicht nur Selbstschutz, sondern und vor allem auch umfangreicher Fremdschutz. Die Folgen, die Impfmuffel zu vertreten haben, sind bekannt (Krankenhaus, Intensivstation, Tote, Long-Covid, unzählige Millionen Euro).

Aufruf an alle E-Rad-Fahrer/-Innen: Protestmarsch gegen die Helmpflicht mit dem Motto: jede/r Österreicher/-In hat das "demokratische Recht auf ein Loch im Kopf".

Dipl. Ing. Peter Weissengruber, 5161 Elixhausen

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