Leserbrief

Herausforderungen an der Universität

Zweifelsohne ist Corona auch eine besondere Herausforderung für die Universität. Dennoch ist es kein besonderes Zeichen von Führungsqualität, Schwierigkeiten bei deren Bewältigung zum Teil mit ungerechtfertigten Schuldzuweisungen (Schuldenstand) an den Vorgänger zu begründen.

Angesichts dessen erscheint es geboten, in Erinnerung zu rufen, dass es Rektor Heinrich Schmidinger in seiner langen Amtszeit gelungen ist, unsere Universität durch eine Reihe von wahrlich großen Herausforderungen und Umbrüchen mit ruhiger Hand und nachhaltigem Erfolg zu führen. Man denke nur an die tief greifenden Umstellungen, die das UOG 2002 erforderte. Ebenso an die Herausforderungen einer zunehmend auf Konkurrenz und Drittmittelfinanzierung ausgerichteten nationalen und internationalen Universitätslandschaft oder an die Konsequenzen einer restriktiven Budgetpolitik der Regierungen seit der Jahrtausendwende.

Weiters an die alles andere als einfache Umstellung von der Instituts- zur Fachbereichsgliederung mit mehreren Institutszusammenlegungen sowie an die Schaffung von fachspezifischen Schwerpunkten und Zentren.

Besonders zu würdigen ist bei all dem, neben dem auf Stabilität orientierten Finanzmanagement, vor allem die auf Partizipation, Mitbestimmung und soziale Rücksichtnahme ausgerichtete Personalpolitik des Langzeitrektors. Bei der Bewältigung all dieser Herausforderungen haben die von Schmidinger geführten Rektorate als Team agiert und es ist zu keinen vorzeitigen Rücktritten gekommen.


Ao. Univ.-Prof. i. R. Dr. Christian Dirninger, 5020 Salzburg

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