Leserbrief

Hintergründe zur EU-Spitzenjob-Farce

Eines der Hauptprobleme der EU ist, dass sie zu "bürgerfern" agiert. Nun, die versuchte Festlegung, dass jener Spitzenkandidat der EU-Fraktionen im Parlament, der die meisten Stimmen erhält, EU-Kommissionspräsident wird, war da ein Lichtblick in Sachen Bürgernähe und direkter Wahl. ABER - man hat die Rechnung ohne die Staats- und Regierungschefs gemacht! Es war vor allem Frankreich, welche den stimmenstärksten Parlamentskandidaten Manfred Weber (EVP) ablehnten, weil er unter anderem klar eine "Schuldenunion" (zurecht!) ablehnte! Da der der Kandidat der zweitstärksten Fraktion, der ja auch von Frankreich "gewünscht war", der Sozialist Timermanns, vor allem an den Osteuropäern scheiterten, war die weitere Taktik Frankreichs klar. Um den begehrten Job des EZB-Präsidenten zu bekommen und somit die "Weichwährungs- und Schrottpapier-Ankaufspolitik" des scheidenden Präsidenten Draghi fortsetzen zu können, was ja auch im Interesse Frankreichs liegt, musste den Deutschen, die ja als bevölkerungsmäßig größtes und wirtschaftlich stärkstes Land, das ja zum Unterschied zu Frankreich und Italien noch NIE einen EU-Spitzenjob innehatte, als Ausgleich ein anderer "Chefposten" zugestanden werden! Weber zeigte eine zu klare Linie und wäre zu stark gewesen, daher wählte man eine deutsche Politikerin (Von der Leyen) aus, die schon in Deutschland in diversen Ministerposten Probleme hatte und vollkommen EU-unerfahren ist! Klar, diese kann und könnte man ja dann leichter "manipulieren" und überstimmen! Der Hauptverantwortliche dieser unseligen EU-Personal-Farce ist für mich klar Frankreich bzw. Macron!

Manfred Waldner, 6166 Fulpmes

Aufgerufen am 26.08.2019 um 02:24 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/hintergruende-zur-eu-spitzenjob-farce-73156066

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