Leserbrief

Höchster Komfort ist gefragt

Der SN-Kolumne der Redakteurin Heidi Huber vom 8. Jänner ist vehement zu widersprechen. Frau Huber erfasst die komplexe Situation des innerstädtischen Verkehrs in keiner Weise, sie vertritt lediglich eine fundamental grüne Sichtweise.

Die Stadt Salzburg hat sich einmal entschlossen, die Altstadt zu einem Event-Hotspot auszubilden. Beginnend mit der Mozartwoche, den darauf folgenden Osterfestspielen, Pfingstfestspielen, Sommerfestspielen, dem Rupertikirtag und schließlich dem Adventsingen, besuchen etwa eine Million Menschen jährlich die Altstadt. Es ist vor allem den Besuchern der diversen Festspielaufführungen nicht zuzumuten, einen P-&-R-Platz an der Peripherie anzufahren, bei strömendem Regen - sehr häufig in Salzburg - zur Obus-Haltestelle zu eilen, von der Haltestelle in der Altstadt zum Festspielhaus zu eilen und dasselbe wieder retour nach der Vorstellung und das alles in festlicher, dem Anlass entsprechender Bekleidung. Ich bin gebürtiger Salzburger, 80 Jahre alt und habe zirka 200 Vorstellungen im Festspielbezirk besucht, ich habe 33 Jahre in der Stadt gewohnt und komme jetzt aus Seekirchen in die Stadt und weiß, wovon ich spreche.In New York kann man mit der U-Bahn direkt in die zentralen Opern-, Konzert- und Theatergebäude fahren und diese trockenen Fußes betreten, leider ein unerfüllbarer Traum für Salzburg. Zu der Anmerkung "Heimat großer Autokonzerne", die eine Einflussnahme auf die Politik suggerieren soll, kann ich versichern, dass eine solche nie, zu keiner Zeit erfolgte. Ich habe 37 Jahre in einem dieser großen Konzerne gearbeitet. Nach Ende der Coronapandemie muss Salzburg wieder von den Festspielen angezogene Gäste aus der ganzen Welt willkommen heißen mit deren Anspruch auf höchste Qualität und ebensolchen Komfort. Das zu gewährleisten ist auch Aufgabe der Politik.


Kurt Walbert, 5201 Seekirchen

Aufgerufen am 21.05.2022 um 07:27 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/hoechster-komfort-ist-gefragt-115314709

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