Leserbrief

Hohe Fehlerquote bei Asylbescheiden

Zu "Wullowitz und das Scheitern der Politik" (SN vom 21. 10.):

Fakt ist, dass 42 Prozent der Entscheidungen des BFA, der 1. Instanz eines Asylverfahrens fehlerhaft sind. Es sind nicht die Flüchtlingshelfer die Asylverfahren in die Länge ziehen, es sind Mitarbeiter des BFA (die nicht einmal juristisch geschult sein müssen) die eine hohe Fehlerquote verursachen. Das Recht der Asylbewerber auf ein faires Verfahren wird somit erst durch NGOs und Flüchtlingsberater gewahrt!
Nahezu der Hälfte der Beschwerden wird stattgegeben. Wie viel Leid wäre erspart worden? Wieviel Zeit wurde diesem Menschen gestohlen?

Ja, die Politik hat in Wullowitz versagt, aber vor allem darin, dass in erster Asylinstanz fehlerhaft gearbeitet wird, dass in der Betreuung der Menschen gespart wird, dass immer noch (EU-widrig) ein Arbeitsverbot besteht und Integration nicht wirklich gefördert wird.

Jutta Lang, 2340 Mödling

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