Leserbrief

Hunde Wölfe und Co

Betreffend Wanderer mit und ohne Hund auf der Alm möchte ich eines festlegen. Die Almen sind größtenteils in Privatbesitz von Bauern. Wenn jemand dieses Eigentum betritt so hat er sich an die am Almeingang festgelegten Regeln zu halten. Wie kommt ein Bauer dazu, trotz aufgestellter Warntafeln, durch Wanderer mit und ohne Hund, welche sich einfach nicht an diese Regeln halten wollen, durch problematische Gerichtsurteile zu einer lebenslangen Rente und zusätzlichen zigtausenden Euro Schmerzensgeld verurteilt zu werden, obwohl sie sich trotz aufgestellter Warntafeln nicht an die Regeln gehalten haben.
Ich kann nur an die betroffenen Almbauern appellieren, sperrt eure Almen, denn da ist euer Eigentum, dass es zu Schützen gibt.

Im Sommer 2019 fuhr meine Frau und ich im Almgebiet der Loferer Alm mit unserem Mountainbike, dabei bemerkte ich wie ein deutscher Urlauber ( mit seiner Frau und zwei Kleinkindern) seinen Hund an der Leine immer weiter zu den dort friedlich grasenden Kühen lies. Der Hund verbellte sich zu den grasenden Kühen, diese gingen gerade in "Angriffsstellung" mit erhobenen Schwanz, die Hörner bereits gesenkt. Ich stellte darauf den Hundehalter zur Rede, welche er jedoch mit Unverständnis erwiderte. Eine zufällig vorbeikommende Wanderin stellte ihn ebenfalls zur Rede.

Letzte Woche die gleiche Situation auf der Kallbrunnalm in Weißbach bei Lofer. Eine ebenfalls deutsche Familie (Eltern mit zwei Kleinkindern), ca. 200 Metern von ihnen entfernt, erblickte mich deren Hund setzte sich laufend zu mir in Bewegung, ich blieb stehen, der Hund verbellte sich an mir, bis ich den Hundehalter aufforderte seinen Hund auch wegen des Almgebietes anzuleinen, welches er mit blöden Radfahrer attestierte.

Warum müssen Almbauern auf deren Eigentum das alles hinnehmen, dazu kommen dann noch die wöchentlichen Wolfsrisse, nach deren Attacken die Bauern mit einem Almosen abgespeist werden.

Die Almbauern sind Landschaftspfleger ersten Ranges, man sieht schon oft wenn Wiesen und dergleichen nicht mehr gemäht werden, was dies ökologisch zur Folge hat.

Ich bin sehr viel und sehr oft zu Fuß und mit dem Mountainbike auf Almen unterwegs und hatte durch entsprechendes Verhalten noch nie die geringsten Probleme mit dem Almvieh.


Sepp Seitlinger, 5090 Lofer

Aufgerufen am 25.10.2020 um 12:52 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/hunde-woelfe-und-co-89270824

Schlagzeilen