Leserbrief

Ich irrte mich gewaltig.

Zum Standpunkt "Der Holocaust und das Dunkel der Geschichte" von Andreas Koller in den SN vom 4. 5. 19:

Als junger Mensch in den 1950er Jahren irrte ich gewaltig. Wenn Leute, vor allem unsere jüdischen Mitbürger/-innen, vom Erinnern und dem "nicht Vergessen" sprachen, dachte ich oft, hört doch auf damit, das ist vorbei, das kann nicht mehr kommen, die Menschheit kann doch nicht so blöd sein. Ich irrte, der Dreck kommt immer wieder an die Oberfläche, das ist ein Naturgesetz.
"Wer wissen will, was kommt, muss sehen, was gewesen ist" so oder so ähnlich formulierte es Niccolò Machiavelli.
P.S.: Und Wizany, wie zumeist, großartig! (SN vom 4.5.)

Peter Jürß, 1160 Wien

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