Leserbrief

Im Griff globaler Profiteure

Es war illusorisch zu glauben, dass Österreichs Beitritt zur EU der Schritt in eine blühende und sorgenfreie Zukunft bedeutete. Natürlich gibt es Vorteile, aber 27 Jahre EU-Zugehörigkeit haben auch eine sehr deutliche Kehrseite und eine erhebliche Anzahl von beeinträchtigenden Auswirkungen zur Folge.

Österreich ist mittlerweile ein Musterland für Transit, sowohl beim Waren- als auch beim Personenverkehr und die vollmundig gepriesene Globalisierung ist für zahlreiche Bereiche und Menschen eine schwerwiegende Hypothek geworden. Den Höhepunkt erleben wir zur Zeit äußerst schmerzhaft. Verschuldet hat dies nicht nur Brüssel, auch immer mehr unserer wendigen und zwanghaft erfolgssüchtigen Regierungs- und deren Ex-Mitglieder haben schwerwiegende Fehlentscheidungen getroffen. Hans Gmeiner nennt in seinem Beitrag zahlreiche Beispiele vor allem in der Landwirtschaft, die belegen, dass deren "Interessensvertreter" eher Kollaborateure der globalen Profiteure sind. Die gleichen Personen haben auch zugelassen, dass beispielsweise im größten österreichischen Unternehmen schwer nachvollziehbare Strategien und "Privatisierungen" umgesetzt werden, die das Land noch abhängiger von globalen Konzernen, autokratischen Herrschern und ausschließlich auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Organisationen und deren Initiatoren machen.

Was unsere politischen Stars auf Bundes- und Landesebene veranstalten, ist eine Chuzpe ersten Ranges. Zuerst werden die Bürger jahrelang knallhart abgezockt und dann präsentieren sich Minister/-innen und Landeshauptleute als die großzügigen Verteiler von einigen Milliarden, um die Wähler einigermaßen bei Stimmung zu halten. Das heißt, für blöd zu verkaufen.


Josef Landlinger, 5330 Fuschl am See

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