Leserbrief

Im Interesse einer weitgehend autofreien Altstadt

Für mich sind die Befürchtungen von Herrn Mag. Werner Salmen (SN vom 20. 2. 19), wonach durch die Sperre des Neutors die Unternehmen in der Innenstadt bis zu 50 Prozent Umsatzeinbußen in Kauf nehmen müssten, nicht nachvollziehbar. Tatsache ist, dass der überwiegende Anteil der Autofahrer den Karajanplatz, den Bürgerspitalplatz und den Anton-Neumayer-Platz vom Neutor kommend und umgekehrt, als Transitstrecke durch die Altstadt benützt, denn Parkplätze, um in der Innenstadt einzukaufen, gibt es in diesem Bereich bekanntlich nicht.
Ich persönlich benütze, wenn ich fallweise einen größeren Einkauf in der Altstadt tätige, selbstverständlich die Altstadtgarage und würde mangels Parkplätzen in der Innenstadt nie auf die Idee kommen, durchs Neutor zu fahren. Kaffeehausbesuche in unserer wunderschönen Altstadt erfolgen auf den bestens ausgebauten Radwegen grundsätzlich mit dem Fahrrad, oder bei schlechtem Wetter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. So gesehen verstehe ich die Aufregung über die geplante Sperre des Neutors beim besten Willen nicht und finde es gut, wenn die Testphase nach fünf Monaten evaluiert wird. Im Übrigen hoffe ich, dass im Interesse einer weitgehend autofreien Altstadt, und im Interesse der Wirtschaft, als nächster Schritt endlich die Erweiterung der Mönchsberggarage folgt.


Herbert Stocker, 5020 Salzburg

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