Leserbrief

Impfen zu früheren Zeiten

Als ich ein Bub war, erkrankten in meiner Heimatgemeinde (Stans in Tirol) zwei Kinder an Kinderlähmung. Es wurde daher zu einer Bittprozession aufgerufen, um für das Überleben der Kinder zu beten. Sie haben überlebt, eines der damaligen Mädchen laboriert an einer Armlähmung, das zweite an einem deformierten Bein. Ein Jahr später kam die Kinderlähmungsimpfung und alle haben gejubelt! Keiner hat gewusst, was sie enthält, welche Nebenwirkungen oder Spätfolgen es gibt - es waren einfach alle nur froh, dass es sie gibt, und die Kinderlähmung wurde besiegt. Und jetzt, 60 Jahre später: ein Impfstoff, an dem seit Jahren geforscht wird und der - vor allem - hilft und inzwischen milliardenfach verimpft wurde, wird nicht genutzt. Das Verwerflichste: Da spielt sich eine Partei zur Expertentruppe auf und rät entgegen allen dafürsprechenden Fakten davon ab, wirbt aber gleichzeitig für ein Entwurmungsmittel! Gleichzeitig wird zu Demonstrationen gegen Maßnahmen aufgerufen, die die Demonstranten mit ihrer Wissenschaftsverleugnung selbst verursacht haben.


Peter Hörhager, 6130 Schwaz/Tirol

Aufgerufen am 28.11.2021 um 07:59 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/impfen-zu-frueheren-zeiten-112997677

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