Leserbrief

Impfstrategie weiterentwickeln

Neueste offizielle Studien zeigen, dass Geimpfte eine Infektion mit dem Corona-Virus genauso weitergeben können wie Nichtgeimpfte. Man impft sich also ausschließlich zum Selbstschutz, um einen schweren Verlauf der Krankheit zu vermeiden. Verantwortung für andere zeigt man damit nicht. Das ist wie bei anderen Impfungen auch. Auch gegen Masern impft sich niemand, um andere zu schützen. Damit ist nun amtlich, worauf namhafte Virologen von Anfang an hingewiesen haben, was aber nicht in die Panikstrategie gepasst hat.

Nunmehr wäre es aber dringend erforderlich, die Impfstrategie den Erkenntnissen aus diesen nunmehr öffentlich gemachten Studien anzupassen. Die Sturheit, weiter den Geimpften zu signalisieren, dass sie sich nun nicht mehr an Vorsichtsmaßnahmen halten müssen und Nichtgeimpfte durch Schikanen zum Impfen zu bewegen, ist nicht nur ärgerlich, sondern in höchstem Maße schädlich. Viele Geimpfte verhalten sich sorglos und geben so die Infektion erst recht weiter.

Darauf, was es für nichtgeimpfte Kinder bedeutet, laut neuesten Plänen in der Schule zu "Outlaws" abgestempelt zu werden, weisen Psychiater schon hin. Was es für Branchen, die ohnehin mit Mangel an Mitarbeitern kämpfen, bedeutet, wenn sich jene, die sich nicht impfen lassen wollen, anderen Berufen zuwenden, können sich auch Laien vorstellen.

Es wäre daher hoch an der Zeit, die Impfstrategie den neuesten Erkenntnissen anzupassen, wie von führenden Epidemieologen empfohlen. Es müsste herausgestellt werden, dass die Impfung sinnvoll sein kann, um eine schwere Erkrankung abzuwenden jedoch nicht, um andere zu schützen. Die Entscheidung über eine Impfung muss jedem selbst überlassen bleiben. Jede direkte oder indirekte Pflicht zur Impfung ist zu vermeiden, weil deren Langzeit-Risiken noch nicht erforscht sind.

Dr. Günther Pacher, 9800 Spittal

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