Leserbrief

Info-Kampagne soll Aktionen begleiten

Herzliche Gratulation zur Initiative von Luisa und Anika Dafert, sich öffentlich für den Klimawandel einzusetzen und zum Erfolg der fünffachen Beteiligung am Streik. Bestimmt haben sie und die etwa 150 anderen Teilnehmer/-innen und deren Familien keine privaten Flugreisen mehr geplant. Sie haben längst Fleisch und Milch aus ihrem Speiseplan verbannt und ernähren sich von heimischen Bioprodukten oder aus dem eigenen Garten. Ihre Eltern haben längst die SUV gegen E-Fahrzeuge eingetauscht und insgesamt werden Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel bevorzugt. Wenn etwas kaputt geht, wird es erst einmal repariert und nicht gleich alles weggeworfen. Zu Hause wird mit Holz, Solarenergie und/oder Tiefensonden geheizt, Öl und Gas haben wir längst verworfen. Kleidung wird wiederverwendet und falls neu gekauft, ausschließlich mit Fair-Trade- Zertifikaten oder Ähnlichem.
Wie im Artikel dargestellt, werden Plastikbecher verpönt, ebenfalls sehr wichtig - generell wird versucht, Abfälle weitgehendst zu vermeiden. Fazit: Das Weltklima und die Umwelt insgesamt leiden durch das Nutzungsverhalten des Individuums - insbesondere der "zivilisierten" Welt. Jeder von uns ist nahezu ununterbrochen mit der Entscheidung konfrontiert, so weiterzumachen wie bisher oder - alternativ - stattdessen eine klimafreundlichere Maßnahme zu setzen: vom Einkaufszettel im Supermarkt bis zur Urlaubsplanung, von der Wahl des Kfz (und dem Fahrverhalten) bis zum Wohnen.
Daher ist der Schulstreik insofern eine gute Maßnahme, weil er die Menschen direkt anspricht. Er sollte unbedingt von einer Informationskampagne begleitet werden, mit Tipps, was jeder machen kann. Hier gleich ein erster allgemeiner Tipp: Klimaschutz macht Spaß und ist nicht automatisch mit einem Verlust der Lebensqualität verbunden!


Mag. Dr. Giorgio Höfer-Öllinger, 5163 Mattsee

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