Leserbrief

Ist der Gottesglaube unvernünftig?

Ist der Gottesglaube unvernünftig? Antwort des Physikers, Philosophen und Atheisten: "Er kostet unnötig Zeit und macht unnötig Angst".

Kostet Gottesglaube unnötig Zeit? Ludwig Wittgenstein sagt, "wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen". Und "Gott" ist damit gemeint.
Die Evangelien sprechen vom "Vater". Und dass Jesus sagt "wer mich sieht, sieht den "Vater". Keine "Gottes"-Fragen, Fragen, die unseren kleinen, menschlichen Horizont ja doch übersteigen.
Übersteigt nicht vieles unsere menschliche Vorstellungskraft? Aber kann es deshalb nicht doch existent sein? Der Stern etwa, den wir am Abendhimmel sehen, ist bereits vor Millionen Jahren erloschen. Ist das wirklich vorstellbar?
Jesus philosophiert nicht, er fordert zum Handeln. Wir sollen helfen, dem "Geringsten", verzeihen, selbst dem Feind, Gewalt nicht anwenden, sollen uns einsetzen für Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Sein unermüdliches Engagement hat ihm einen grausamen Foltertod beschert. Er hatte die Mächtigen hinterfragt, Unrecht mutig benannt.
Auch an uns liegt es jetzt, uns zu wehren, ganz konkret und aktuell dagegen, dass Menschen kriminalisiert werden, dass 700 gut integrierte und fleißige Lehrlinge abgeschoben werden sollen, und das, obwohl sie von unserer Wirtschaft dringen gebraucht werden!

Hedi Wychera, 3424 Zeiselmauer

Aufgerufen am 21.01.2021 um 03:52 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/ist-der-gottesglaube-unvernuenftig-66749770

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