Leserbrief

Ist die gerechte Schule eine Illusion?

Zum Leserbrief "Aufschrei eines Lehrers" (SN vom 12. 1.): Es kommt leider immer häufiger vor, dass diejenigen, die am lautesten schreien, Recht bekommen, auch wenn dies nicht nachvollziehbar ist. Sehr bedauerlich ist es, wenn dies auch von behördlicher Seite so geschieht und das Urteil von Personen, die viel Zeit und Know-how aufwenden, um gerecht zu sein, offensichtlich ignoriert wird bzw. in einem für die Behörde und den betroffenen Lehrer erfahrungsgemäß sehr aufwändigem Verfahren zunichte gemacht wird. Wie kann überhaupt jemand, der nie im Unterricht war, beurteilen, wie sich der Schüler verhalten hat? Und dieser Aufwand bei der Frage, ob Gut oder Sehr gut im Zeugnis steht. Wie fühlen sich Schüler/innen und Eltern, die aufgrund einer guten Gesprächskultur mit den Lehrer/innen die Noten zur Kenntnis nehmen? Welches Signal für zukünftiges Verhalten wird für einen Schüler gesetzt, der die Erfahrung gemacht hat, er kann alles durchsetzen, wenn er nur dreist genug vorgeht? Danke Herrn Schnöll für seinen Beitrag, für seine treffenden Beobachtungen und Fragen zur Zukunft der Schule und zum "Einsatz" der Schulaufsicht für eine gerechte Beurteilung!

Veronika Erich, 2340 Mödling

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