Leserbrief

Jedermann und die Verantwortung

Andreas Koller hat mit "Die nächste Station heißt: Lockdown" (SN v. 21.9.) wahrlich "Klartext" gesprochen. Es ist zu bezweifeln, ob man mit Farbspielen und den gesetzten Maßnahmen tatsächlich eine Pandemie aufhalten kann. Werfen wir einen Blick in die Geschichte, sieht man, dass Eigenverantwortung bei vielen ein unbekanntes Nomen ist:
Denn was haben wir als Einzelpersonen gegen den Klimawandel gemacht? Hätte jeder eine Antwort auf die Frage, wären wir doch schon längst klimaneutral. Oder: Wie konnte der Einzelne die politischen Geschehnisse bei unseren Nachbarn z.B. in Ungarn verantworten, wenn wir wirklich im selben Boot namens EU sitzen. Oder: Was haben wir, du und ich, gegen die humanitären Katastrophen in Griechenland gemacht?

Wenn wir bei diesen wichtigen Fragen nichts tun, kann man nicht hoffen, dass wir es bei einem Virus anders machen. Liebe Österreicher, seien wir doch ehrlich: Eigenverantwortung ist anstrengend. Wir machen es uns lieber leicht. Leider zu leicht! Und so werden wir uns eines Tages fragen müssen: Wer hat die Miseren zu verantworten? Jedermann!

Moritz Thomaser, 5570 Mauterndorf

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