Leserbrief

Jetzt haben wir fünf Jahre Zeit, sie an ihren Taten zu messen.

Die geringe Teilnahme von nicht familiär oder ehrenhalber eingeladenen Gästen war typisch für die öffentlich zugängliche Angelobung des neuen Salzburger Gemeinderates im Kongresshaus. Inhaltlich bemühten sich alle Fraktionsprecher/-in, mehr oder weniger rhetorisch begabt, ihre guten Vorsätze für eine gedeihliche Arbeit zum Wohle der Stadt Salzburg darzustellen.
Als Kiebitz, darf ich erwähnen, dass ich es sehr nett fand, wie beim Aufruf der Fraktionen, Dr. Christoph Ferch mit der SPÖ- Fraktion sich auch erhob: "Möge diese Übung auch weiterhin gelingen!"
Der Schwerpunkt - leistbares Wohnen - liegt wohl dem im T-Shirt-Outfit auftretende Kay-Michael Dankl, (KPÖplus) so am Herzen, dass die Wahlplakate noch immer an Lichtmasten hängen.
Der ÖVP Fraktionschef ließ sich in seinem Redeschwall über die Redezeitbegrenzung hinweg auch vom Bürgermeister nicht einbremsen. Andrea Brandner von der SPÖ beklagte, dass die ÖVP bei der Bodenbeschaffung als Grundlage für billiger Wohnungen nicht mitzieht.
Wenig überraschend stichelte Ingeborg Haller von den Grünen wegen der Parkgaragen Erweiterung und holte sich, trotz festlicher Stimmung, eine Abfuhr von BGM Harry Preuner. Die FPÖ verstand, in üblicher Tatsachen negierender Sichtweise, den Mandatsverlust als Gewinn für mehr Kontrolle. Und die NEOS verhedderten sich sich ein wenig am Thema Verkehr. Aber insgesamt hatte ich den Eindruck, dass schon allein durch die Überzahl an freundlichen Politiker/-innnen, die Chemie stimmt in der neuen Stadtregierung.
Jetzt haben wir fünf Jahre Zeit, sie an ihren Taten zu messen.

Rudolf Ratzenberger, 5020 Salzburg

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