Leserbrief

Kampf um das barrierefrei Bauen

Zu ",Pfuschgesetz" stellt Koalition auf die Probe" (SN vom 17. Juni).
Landesrat Josef Schwaiger will den Salzburger Standard barrierefreien Bauens zurückdrehen. "Der Großteil der Jugend braucht keinen Lift" lautet seine Begründung. Die ist aber erwiesenermaßen falsch. Für Schwangere ist tägliches Stufensteigen nicht so optimal. Wahrscheinlich hat er auch keinen Kinderwagen in die oberen Stockwerke getragen, täglich. Vielleicht gehts ja mit generationengerechtem Bauen? Das sind dann barrierefreie Wohnungen, in die Jungfamilien mit Kindern (und Kinderwagen) ebenso einziehen können, wie in Folge von Krankheit vorübergehend oder dauernd bewegungsbeeinträchtigte Personen, Senioren mit Gehproblemen oder Rollatoren oder auch Rollstuhlnutzer. Der Vorteil? Wenn aus Jungen einmal Senioren geworden sind, müssen sie wegen Bewegungsbeeinträchtigung nicht in hohem Alter übersiedeln, sondern können den Lebensabend mit entsprechender Pflege zu Hause erleben. Die Frage stellt sich, wie ein dafür verantwortlicher Landesrat das alles nicht wissen kann?


Mag. Dr. Günther Witzany, 5111 Bürmoos

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