Leserbrief

Kein Ausbau und hohe Parkgebühren

Sind die heftigen Befürworter des Ausbaus der Mönchsberggarage alle komfortverwöhnte Senioren? Lenkt diese Denkweise nicht vom grundsätzlichen Problem einer langfristigen und nachhaltigen Stadtplanung ab? Übers Jahr gerechnet ist die derzeitige 24-Stunden-Auslastung minimal. Die Zufahrtstraßen reichen zu den Spitzenzeiten schon jetzt nicht. Infolge der Staus werden Festspielbesucher längere Anfahrtszeiten einplanen müssen, trotz Anzeigetafeln über die noch freien Plätze. Die Lärm-, Staub- und Abgasbelastung für Anwohner wird deutlich zunehmen.

Wollen wir noch mehr Verkehr in den Kernbereich lotsen? Oder wären die voraussichtlichen 40 Mill. Euro nicht besser in einem beschleunigten Ausbau des S-Links angelegt? Kurze Intervalle bei Shuttlebussen vor und nach den Vorstellungen zu den Park-and-ride-Parkplätzen, gratis für Besucher? Wie steht es mit einer massiven Förderung des öffentlichen Verkehrs? Was wäre mit Taxis, Rikschas, Leihrädern etc.? Warum sollen wir Gästen, die maximal zu ein paar Aufführungen im Jahr kommen, günstige Parkmöglichkeiten bieten und uns selber auf Dauer mit den Schwierigkeiten belasten? Soll die Zukunft unserer Kinder und Enkel so aussehen? Dabei wäre die Lösung doch einfach: kein Ausbau, aber Verdopplung oder Verdreifachung der Parkgebühren! Vielleicht nur an den Festspieltagen? Ich bin sicher, dass die derzeitige Garage dann für lange Zeit ausreichen würde.

Dr. med. Johann Beck-Mannagetta, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 28.05.2022 um 06:44 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/kein-ausbau-und-hohe-parkgebuehren-115737649

Kommentare

Schlagzeilen