Leserbrief

Kein Vertrauen zur Politik

Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht irgendein Politiker, männlich oder weiblich, ein Fettnäpfchen findet, in das er/sie kräftig hineintritt. Die Berthold will partout den schönen Brunnen am Kapitelplatz weghaben, gegen den Willen der dort ansässigen Geschäfts-, Wirtschafts und Privatleute, um ihre eigenen Vorstellungen zu verwirklichen, mit unserem Steuergeld natürlich.

Der Kickl schließt im Februar noch einen Kündigungsverzicht mit dem Großgmainer Bürgermeister für das marode SIAK-Gebäude bis 2023 ab, obwohl er bereits weiß, dass die Polizeischule in die im Umbau befindlichen Räume in der Weiserstraße umsiedeln werden und das bis Mai kommenden Jahres. Das kostet uns Steuerzahler bis 2023 144.000 Euro pro Jahr!

Die Stadtregierung und Salzburg AG zäumen auch das Pferd von hinten auf, indem sie zuerst die Verlängerung der Linie 5 nach Grödig beschließen, dann draufkommen, dass die neuen Busse die alte Haltestelle Birkensiedlung nicht anfahren können, weil ein Naturdenkmal in Form einer uralten Eiche dies verhindert. Man spricht aber nicht mit den Betroffenen, weiht sie auch nicht in das Vorhaben neue Haltestelle ein, sondern man beschließt im stillen Kämmerlein mal was. Die berechtigte Empörung der Betroffenen nimmt man erst nach heftigen, aber sachlichen Interventionen zur Kenntnis und verschiebt den Beschluss, um noch mit den Betroffenen zu reden bzw. zu schauen, was das denn an Kosten verursacht (Zitat Preuner) , aber den Verkehrslandesrat interessiert das alles nicht und lässt munter weiterbauen, weil sonst die termingerechte Fertigstellung in Gefahr gerät.

Das wäre alles nicht so gekommen, hätte man vorher den Konsens mit den dortigen Anrainern gesucht, sie zumindest informiert und dann erst entschieden die Aufträge zu vergeben. Auch das kostet den Steuerzahler wieder Hunderttausende Euros.


Giuseppe Valsecchi, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 27.10.2020 um 08:30 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/kein-vertrauen-zur-politik-76936243

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