Leserbrief

Keine Verbot, keine Besserung

Politisch korrektes Gefasel und runde Tische bewirken nichts. Hier braucht es kreative Kopfarbeit, um die rumänischen Organisationen ganz loszuwerden.
Längst meide ich die Altstadt. Früher mangelte es an den dazu nötigen Zeitfenstern (ich habe fünf Kinder aufgezogen), heute bin ich freier und Besitzerin einer Jahreskarte für die Öffis. Beste Voraussetzungen für regelmäßige Altstadt-Shopping-Spaziergänge, auf die ich aber, kaum begonnen, bald wieder verzichtet habe.
Es verdirbt die gute Laune und verhindert Entspannung, wenn man an jeder Brücke und Gassenkreuzung von den rumänischen Bandengehilfen angegrinst wird. Dem anfänglichen Mitleid folgten bald Genervtheit und die Erinnerungen an vergangene Jahrzehnte, als man noch unbehelligt bummeln konnte. Dagegen scheinen mir die wenigen Hausierer aus den 1970er-Jahren harmlos, die ab und zu um Sachspenden baten und eine Riesenfreude zum Beispiel mit einem gebrauchten Bügeleisen hatten, das ihnen meine Mutter überließ.
Seit Jahren warte ich darauf, die City meiner Heimatstadt wieder frequentieren zu können, ohne im Minutentakt (!) angemacht zu werden. Wenn außer Gelaber und runden Tischen weiterhin nichts geschieht, dann wird es wohl bei den Erinnerungen an vergangene Zeiten bleiben.

Michaela Walchhofer, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 21.10.2019 um 05:57 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/keine-verbot-keine-besserung-67531960

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