Leserbrief

Kinder im Religionsunterricht

Dankbar habe ich in den letzten Ausgaben die Beiträge bezüglich o.B. Kinder im Religionsunterricht gelesen. Ich bin eine betroffene Religionslehrerin. Konkret hab ich dadurch eine Stunde weniger. Nicht dass ich weniger verdiene tut weh, sondern die Vorgehensweise und der unfaire Umgang mit uns und den Kindern. Genau steht im § 7a:
Zu den teilnehmenden Schülern im Sinne des § 7a RelUG gehören auch Schülerinnen, die zum Religionsunterricht als Freigegenstand angemeldet sind.
Es kann aufgrund von Vereinbarungen zwischen der ED(Erzdiözese) Wien und den staatlichen Schulbehörden zu abweichenden Berechnungen kommen. Bei Fragen ist daher jedenfalls Kontakt mit der/dem zuständigen FI(Fachinspektor) aufzunehmen.
Spitzfündige Juristen sind zu der Interpretation gekommen, dass man o.B. Kinder überhaupt nicht mehr zählen sollte. Wenn das so aussieht, so hat das Rechtssystem wohl wenig mit Gerechtigkeit zu tun. Interessant ist auch, dass dies nur in Salzburg und Oberösterreich gilt. Die anderen Bundesländer scheinen diesen Paragraphen doch anders auszulegen. Ich bin grundsätzlich ein Optimist und vertraue darauf, dass Gerechtigkeit und Vernunft in unserem wunderschönen Bundesland siegen werden.

Rel. Monika Forster, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 01.12.2020 um 10:10 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/kinder-im-religionsunterricht-76798252

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