Leserbrief

Kinder leiden unter fehlgeleiteter Integrationspolitik

Wenn es nicht so traurig und zynisch wäre, könnte man daraus eine Comedy-Show machen: Das "Außen- und Integrationsministerium" (!) kürzt eine Lernhilfe für alle Kinder, weil es sein könnte, dass "asylwerbende" Kinder unter den Teilnehmenden sein könnten. Das wäre mit den Richtlinien der Integrationsförderung nicht vereinbar.
Integrationspolitik hat grundsätzlich mit Förderung von Integration und der beidseitigen Einhaltung von Regeln zu tun. Was aber haben asylbewerbende Kinder verbrochen, um von der Lernhilfe ausgeschlossen zu werden? Und was haben asylberechtigte Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund angestellt, dass sie nun gleich mit bestraft werden?
Solche Maßnahmen Integrationspolitik zu nennen ist lächerlich. Hier geht es offenbar darum, Integration zu verhindern.
Jeder kann Fehler machen. Es ist für das Außen- und Integrationsministerium also an der Zeit, diesen Fehler dringend zu korrigieren: Die Lernhilfe muss umgehend wieder für alle betroffenen Kinder offen stehen.


Arabela Alic, 5020 Salzburg

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