Leserbrief

Kinder und die Au

Vielen Dank an Frau Hanni Landauer für ihren Leserbrief in der Ausgabe vom 16. Juni. Sie sprechen mir und hoffentlich vielen weiteren Eltern aus dem Herzen. In diesem Waldstück haben die Kinder ihr eigenes kleines Paradies errichtet. Nicht rücksichtslos gegen die Natur, nicht ohne Respekt vor Bäumen, Tieren und anderen Nutzern dieses Freiraums. Mit Engagement entstanden die besagten Wege, mit Fantasie Unterschlüpfe, Tipis. Die Kleinen spielen mit allem, was der Wald so hergibt, oder versuchen sich auf den Wegen gegen den Abwurf vom Rad zu wehren. Die Großen bauen Energien ab, betreiben die Nutzung sportlich und kommen dort zusammen, um etwas Gemeinsames zu errichten, erleben und teilen. Was gibt es Wertvolleres?

Einem Schlag ins Gesicht gleicht die plötzliche Zerstörung dieses Raums durch eine für Kinder und Jugendliche nicht begreifliche "Macht", die wohl nur Frustration, Trotz und vielleicht sogar Aggression auslöst. Keine Kommunikation per z. B. Schilder, die die Maßnahme erklären, einen Zeithorizont zur Wiederherstellung dieses Freiraums darstellen, einfach zerstörerische Tatsachen geschaffen. Man könnte heulen. Liebe Leute, geht's noch?

Paul Ortner, 5020 Salzburg

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