Leserbrief

Kirche sollte sich auf ihre Wurzeln besinnen

Es ärgert mich schon lange, dass sich die Kirche nicht auf ihre Wurzeln besinnt und allen möglichen "Kleinkirchen" die Mitglieder überlässt. Der katholischen Kirche scheint es in erster Linie um ihr Amtsverständnis zu gehen, die Inhalte des Christentums scheint sie herzlich wenig zu interessieren! Liest man das Johannesevangelium in Bezug auf das "Letzte Abendmal": Da steht kein Wort vom Hokuspokus der Wandlung, dass nur "Mit-Glieder" des geweihten Amtes zelebrieren dürfen, sondern nachdem gegessen war, wusch Jesus den Anwesenden die Füße, wohlgemerkt aus damaliger Sicht ein Dienst der untersten Ebene, den nur die Ehefrau oder eine Sklavin verrichtet hat! Wenn Jesus diese Diskussion heute wiederholen würde, würde er dem heutigen Petrus-Franziskus auch "den Hals waschen"!

Und an anderer Stelle steht: Geht hin zu allen Völkern, predigt das Evangelium, nehmt nichts mit außer, was ihr am Leib tragt, keine Geldbeutel und schon gar nicht die 200 Quadratmeter Wohnung im Nobelviertel von Rom ...

Und ja, wir haben gelernt, dass keine Frauen geweiht werden, weil Jesus selbst ein Mann war und keinen weiblichen Apostel sich ausgesucht hat: 12 Apostel sind ja symbolisch für alle 12 Stämme Israels gedacht und die werden alle als männlich gesehen (komischerweise wird aber im Judentum die Religion über die Mutter weitervererbt!)!

Mag. Karl Tratter, pensionierter Religionslehrer, 1140 Wien

Aufgerufen am 03.12.2021 um 05:17 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/kirche-sollte-sich-auf-ihre-wurzeln-besinnen-83741419

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