Leserbrief

Kirchliche Feiertage durch staatliche ersetzen

Sehr geehrter Herr Perterer,

am Samstag behaupteten Sie in Ihrem Leitartikel, unsere Feiertage seien "ein wichtiger Kitt unserer Gesellschaft" (SN vom 20. 4. 19).
Doch ist es nicht vielmehr so, dass die kirchlich-staatlichen Feiertage unsere Gesellschaft eher spalten? Schließlich waren 2018 von den über 8,8 Millionen Menschen in unserem Land nur noch knapp über fünf Millionen katholisch. Meiner Meinung nach wird dadurch fast die Hälfte der Bevölkerung, Atheisten und Andersgläubige, geringgeschätzt und ausgegrenzt.
Im Sinne der Trennung von Staat und Kirche wäre es zu begrüßen, kirchliche durch staatliche Feiertage ohne religiösen Hintergrund zu ersetzen. Als mögliche neue Feiertage böten sich beispielsweise der 8. März (Weltfrauentag) oder der 8. Mai (Ende des Zweiten Weltkriegs) an. Aus meiner Sicht würden nur solche Feiertage unsere ganze vielfältige und individuelle Gesellschaft zusammenkitten.

Fabian Pokorny (19), 5500 Bischofshofen

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