Leserbrief

Klimapolitik und Demokratie

Im Jahre 1972 verursachten, die im Auftrag des "Club of Rome" vom Massachusetts Institute of Technology in den USA ausgearbeiteten Studien zur "Lage der Menschheit" und über die "Grenzen des Wachstums" eine weltweite Aufregung. Es war das erste Mal, dass führende Wissenschafter sehr eindringlich und mit aller Deutlichkeit auf die globalen Zusammenhänge und Folgen der unkontrollierten Zunahme der Weltbevölkerung, des maßlosen Verbrauchs von der Energie der Kohlenwasserstoffe, den folgenden Klimaveränderungen, etc. hinwiesen.

In der Zwischenzeit sind 46 Jahre vergangen und diese Studie wurde in der Folge alle zehn Jahre überarbeitet und präzisiert, jeweils mit der nüchternen Aussage, dass die weltweit Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft viel zu wenig unternehmen um dieser sehr bedrohlichen globalen Entwicklung entgegen zu treten. Dabei wird leider nur zu gerne vergessen, dass diese verantwortlichen Politiker ein genaues Abbild der Gesellschaft sind in der sie arbeiten. Will heißen, wenn sich z. B. in unserem Österreich, einem Land mit fast 300 Milliarden Euro Schulden ein Politiker bei einer Wahl mit dem Ziel stellen würde diese Schulden durch eine deutliche Kürzung der Sozialleistungen zu minimieren um mit dem Geld eine nachhaltige Klimapolitik zu betreiben, der würde nie gewählt werden. Darüber sollten wir einmal nachdenken.


Arch. Dipl.-Ing. Gert Cziharz, 5020 Salzburg

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