Leserbrief

Klimaschutz vor der eigenen Haustüre?

Nicht "nur" Politik und Wirtschaft sind es, die für die Zerstörung von Biotopen, Bäumen, Natur generell sorgen, sondern auch jene Leute, die die Rettung des Regenwaldes und der Bienen sowie Greta Thunberg ganz toll finden, solange man nicht unmittelbar davon betroffen ist.
Jedoch ein Biotop vor der eigenen Haustüre als solches anzuerkennen und die "Gstättn" nicht durch "gepflegtes Grün" oder gar einer breiteren Straße ersetzen wollen, oder Bäume, die vor dem eigenen Heim "Mist" (Laub) machen und einer Vollbesonnung entgegenstehen bzw. worauf sogar noch "schreiende" Vögel sitzen, die mit ihrem Gesang nicht darauf warten, bis alle ausgeschlafen sind, zu akzeptieren, da wird es dann schon schwierig. Bäume werden so lange geschädigt bis sie "von selbst" zusammenbrechen oder umfallen, die Gstättn wird mit Haushaltsabfällen wirklich unansehnlich gemacht usw.
Die von ihnen erwähnten Fichten, wo eine bis zu 700 Liter Wasser pro Tag verdampfen kann, sind für das Mikroklima einer Stadt äußerst wertvoll. Generell sind "echte" und alte Bäume für die Lebensqualität einer Stadt unerlässlich, nicht erst seit dem Klimawandel. Aber es gibt immer noch Stadtbewohner, die meinen, Bäume gehören in den Wald. Klima- und Artenschutz ist super, aber bitte nicht vor meiner Haustüre.

Dr. Christiana Hartwig, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 28.11.2020 um 01:07 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/klimaschutz-vor-der-eigenen-haustuere-68193307

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