Leserbrief

Klimawandel und Artensterben sind zu ernst, um ironisch behandelt zu werden.

Einige Formulierungen im Leserbrief vom 13.2. mit dem Titel "Klimakrise und Artensterben", verfasst von Alfred Schmudermayer deuten darauf hin, dass dieser nur ironisch gemeint sein kann. Leider ist die Ironie oder Satire von der Formulierung und dem Inhalt her gesehen nicht deutlich genug gekennzeichnet. Denn der Leserbrief liest sich wie eine Tatsachenfeststellung über politische Entscheidungen auf Bundes- oder Landesebene (z.B. 140 km/h auf der Autobahn, Anwendung von Neonikoninoiden in der Landwirtschaft) oder den Erlebnisreichtum beim Konsumieren und bei der Freizeitgestaltung, wie er in den Medien aller Art dargestellt wird.
Die Themenkreise Klimawandel und Artensterben sind zu ernst, um satirisch, mit Ironie oder plumpen Humor behandelt zu werden. Hier hätte dieser Leserbrief eher unter der Sparte "Verrückt" oder "Glosse" publiziert werden sollen.
Ich appelliere deshalb an die Leserbriefschreiber/-innen, satirisch oder ironisch gemeinte Leserbriefe als solche deutlich zu kennzeichnen oder Formulierungen einzufügen, die die Ironie evident erkennen lassen. Denn es besteht andernfalls die Gefahr, dass viele Menschen diese haarsträubenden Aussagen ernst nehmen.


Univ.-Prof. i. R. Dr. Roman Türk, 5201 Seekirchen

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