Leserbrief

Klimawandel und Blackout

Um den Klimawandel zu bremsen, stellen die Netzbetreiber immer häufiger auf erneuerbare Energien um. Seit immer mehr Gas- und Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, gibt es einerseits kaum mehr rasch verfügbare Stromreserven und anderseits führen erneuerbare Energien zu verstärkten Schwankungen. Der Klimawandel beeinflusst die Wind- und Sonnenenergie.
Ein Blackout kann deshalb jederzeit passieren und vorbereitete Maßnahmen sind notwendige Investitionen, ob im Haushalt oder beim Heer. Bei einem langfristigen, weitreichenden Stromausfall müssen wir mit folgenden Auswirkungen rechnen: Umfassende Versorgungsengpässe, Haushalte ohne Heizungen und Wasser, U-Bahnen stehen still, Tankstellen, Handynetze und Bankomaten fallen aus.
Verteidigungsministerin Tanner will das Heer auf Stromausfälle vorbereiten und die Autarkie der Kasernen stärken. Bis 2025 sollen, 100 Liegenschaften so adaptiert werden, dass sie zumindest eine 14-tägige Autarkie erreichen. Es geht dabei nicht nur um elektrischen Strom, sondern auch um die Wasserversorgung, die Kommunikation, den Betrieb der Küchen und die Bevorratung von Lebensmitteln. Zwölf Kasernen sollen zu sogenannten Sicherheitsinseln aufgebaut werden. Blaulichtorganisationen und Teile der staatlichen Verwaltung haben dann bei besonderen Ereignissen (Terroranschlag, Blackout, Naturkatastrophe), geschützte Anlaufhäfen.

Oberst i. R. Kurt Gärtner, 4600 Wels

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