Leserbrief

Komplementäre Therapie: Homöopathie

Offener Brief

Sehr geehrte Frau Dr. phil. Pilz!

Nach 35 Jahren einsatzfreudiger Medizin, davon 29 Jahre in einer gut etablierten, homöopathischen Hausarztpraxis, werde ich demnächst altersbedingt in Pension gehen. Seit zwei Monaten finden Abschlussordinationen mit meinen Patientinnen und Patienten bei vollem Terminplan statt. Erfreulicherweise können wir dabei feststellen, wie sich der Gesundheitszustand über die vielen Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte, gebessert hat. Bei schwersten Erkrankungen sind wir erfreut zu sehen, wie sich Beschwerden stabilisieren konnten. Eltern sind jetzt noch dankbar, dass ihre Kinder seinerzeit mit nebenwirkungsfreier, ganzheitlicher, homöopathischer Medizin erwachsen werden konnten. Ich habe 12 Jahre im Rahmen des "Diplomes der Österreichischen Ärztekammer, Komplementäre Medizin: Homöopathie" in der Grundausbildung unterrichtet und befinde mich im laufenden Kontakt mit den ehemaligen Studentinnen und Studenten, die nach wie vor um Information und Supervision ersuchen bzw. hospitieren wollen. Eine ärztlich angewandte, verantwortungsvolle homöopathische Therapie ist aus dem österreichischen Gesundheitssystem nicht mehr wegzudenken. Die Homöopathie ist ebenso wie andere Methoden in der Medizin mit zahlreichen Studien untermauert. Beschwerden von Patientinnen und Patienten an die Patientenanwaltschaft sind mir nicht bekannt. Daher fordere ich Sie, sehr geehrte Frau Dr.In phil. Pliz auf, die zahlreichen, von Ihnen vorgeschlagenen Forderungen (Verbot der homöopathischen Arzneien in den Apotheken, Schließung der homöopathischen Spitalsambulanzen, Abschaffung der ÖÄK-Diplomes u. a.) zu überdenken und ehebaldigst zurückzunehmen.

Hochachtungsvoll


Dr. med. Christa Kastinger-Mayr e.h.Ärztin für Allgemeinmedizin & Homöopathie, 1130 Wien

Aufgerufen am 27.11.2020 um 07:03 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/komplementaere-therapie-homoeopathie-61885150

Schlagzeilen