Leserbrief

Kosten des Streits um die Stromleitung

In einer Demokratie sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass bei öffentlichen Projekten auf gemeinsamer Augenhöhe und im Gespräch und Konsens agiert und gehandelt wird. Da dies hier bei der geplanten Salzburg-Leitung nicht der Fall ist, so ist es nur dem Engagement von sehr vielen weitblickenden Menschen in Salzburg geschuldet, dass man hier überhaupt in der Lage ist, dem entsprechend entgegenzusetzen und auch entgegenzuwirken.
Dass dies nicht ganz zum Nulltarif möglich ist, wird allen klar sein, jedoch kommt hier nur ein ganz winziger Bruchteil dessen zum Tragen, was diese Leitung dem Land Salzburg und seinen Bewohnern an Schaden und Nachteilen bringen würde. Ganz anders stellt sich die Lage beim Einreicher dar. Diese gesamten Kosten muss vermutlich der Endkunde, also wir alle, tragen. Diese Kosten sind auch zu veröffentlichen.
Die Einreicher und die Politik sind die Verursacher, dass hier massiv Geld von völlig Unschuldigen und in die Zukunft blickenden Gemeinden und Bürgern in die Hand genommen werden muss, um überhaupt agieren zu können. Diesen Gemeinden und Sponsoren ist im Sinne unseres Landes Salzburg auf das Allerherzlichste zu danken, denn nur diese versuchen, nachhaltig sicherzustellen, dass Salzburg am Puls der Zeit bleibt, auch von außen als Land mit Ideen und tragfähigem Konsens betrachtet werden kann und nicht so wie geplant zurück in Richtung technisches Museum entwickelt wird, denn damit ist unseren nächsten Generationen überhaupt nicht gedient.


Isidor Ziller, 5421 Adnet

Aufgerufen am 23.10.2019 um 07:33 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/kosten-des-streits-um-die-stromleitung-67234045

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