Leserbrief

Kriegsschauplatz Autobahn?

Leider muss ich an der Westautobahn bei Salzburg wiederholt bedrohliches und gefährliches Verhalten von Lkw-Lenkern feststellen (seit Jahren, alle Nationen). Der aktuelle Fall brachte das Fass zum Überlaufen - in Stichworten: Freitag, 18. 9. 2020, 8.27 Uhr, Einmündung der A10 Tauernautobahn in die A1 Westautobahn bei Wals. Baustelle mit engem Dreispurbereich und einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 km/h; Gefahrenguttransport mit amtlichem Kennzeichen aus Oberösterreich (Kennzeichen des Zugfahrzeugs und Firma sind dem Verfasser der Zeilen bekannt). Der Gefahrenguttransport war mit einer Geschwindigkeit von mindestens 90 km/h auf der rechten Spur drängelnd und andere Verkehrsteilnehmer nötigend unterwegs. Die Fahrweise des Lkw-Lenkers war von unglaublicher Aggression geprägt.

Handelt es sich hier um Nötigung im Straßenverkehr? Ist das Verhalten des Lkw-Lenkers als grob fahrlässig zu bezeichnen? Handelt es sich hier um einen unsicheren Zustand? Konnte man die Angst in den Gesichtern anderer Verkehrsteilnehmer (Pkw-Lenker) erkennen? Die Antwort auf all diese Fragen lautet Ja! In Summe kann dieses Verhalten des Lkw-Lenkers nur als Beinaheunfall gewertet werden, da es nur mehr einen unachtsamen Verkehrsteilnehmer benötigt, um einen schweren Unfall mit Personen- und Umweltschaden auszulösen.

Leider kann ich aber auf der Westautobahn im Berufsverkehr arbeitstäglich seit Jahren keinerlei Kontrollen durch Exekutivorgane feststellen. Eine verkehrserziehende Maßnahme im besagten Baustellenbereich seitens unserer Exekutive wird vom Verfasser dieser Zeilen ausdrücklich erwünscht.


DI Dr- Bernt Pragl, 5081 Anif

Aufgerufen am 04.12.2020 um 12:46 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/kriegsschauplatz-autobahn-93082156

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