Leserbrief

Kriegstreiber Poroschenko

Was sich der ukrainische Präsident Poroschenko da wieder leistet, das ist an krimineller Energie nur mehr schlecht zu überbieten. Nur, weil er in den Umfragen für die Präsidentenwahl kommenden März unter zehn Prozent liegt und in einer Stichwahl gegen die in die Politik zurückgekehrte Frau Timoschenko haushoch verlieren würde, provoziert er einen gefährlichen Zwischenfall im sogenannten Asowschen Meer, einem Nebenmeer des Schwarzen Meeres, das durch die Meerenge von Kertsch mit Letzterem verbunden ist; wohl wissend, dass sich Russland in dieser heiklen Weltgegend nicht das geringste gefallen lassen würde. Er ruft aus diesen niedrigen Beweggründen heraus die NATO zu Hilfe und scheut nicht davor zurück, damit einen Weltenbrand zu entfachen. Diese NATO hat Russland nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, dem Zusammenbruch des Kommunismus und dem damit einhergehenden Chaos ständig belogen und sich allen gegenteiligen Versicherungen zum Trotz bis an die Grenzen Kernrusslands ausgedehnt. Sie weiß ganz genau, dass Putin einen Beitritt der Ukraine zur NATO auf keinen Fall dulden würde und verhält sich darum abwartend. Der sogenannte Westen kann allen Heiligen dafür danken, dass Putin nicht vom gleichen Holz wie Poroschenko geschnitzt ist, denn sonst stünde die Welt wegen dieses eitlen ukrainischen Oligarchen erneut in Flammen.
P. S.: Warum bemüht man sich, nach der Abwahl Poroschenkos, nicht um ein ukrainisch-europäisch-russisches Sondermodell, eine Art neutraler Pufferstaat, der von beiden Seiten profitieren könnte?


Johannes Abl, 5084 Großgmain

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