Leserbrief

Kritik an zu hohen Ladekosten für Elektro-Autos

Die in den SN vom 8. 6. 19 geäußerte Kritik wegen zu hoher Ladekosten für Elektroautos ist nachvollziehbar und gerechtfertigt. Nachdem es die Hersteller von Ladesäulen bis heute nicht geschafft haben, eine Verbrauchsmessung nach kWh eichfähig zu machen, wird die Billigvariante "Zeitmessung" verwendet. Diese Variante kann im Ladenetz der Salzburg AG (und nicht nur dort) sehr teuer werden, was am Beispiel meines eigenen Elektroautos (Renault ZOE) anhand von 152 Ladevorgängen nachzuvollziehen ist: Die Beladung an einer externen Ladesäule verursacht Kosten im Bereich von mind. 28 und maximal 106 Cent pro kWh; und dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass man ja nicht immer zum Ende des Ladevorgangs beim Auto sein kann und die restliche Parkzeit dann auch noch zum Ladetarif verrechnet wird. Es wird nicht darauf geachtet, dass die tatsächliche Ladeleistung extrem (!) von der Restkapazität der Batterie, der Aussen- und Batterietemperatur abhängig ist. Lade ich das Auto zu Hause, habe immer ich reale Stromkosten von 16 Cent pro kWh. Daher eine klare Empfehlung an Interessenten von Elektroautos: Wer nicht zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, für den wird ein E-Auto (wirtschaftlich) schnell unattraktiv. Ebenfalls positiv bei der Heimladung: Es ist bequem, immer ein aufgeladenes Auto ohne Fußwege (bei jedem Wetter) in der Garage stehen zu haben.

Helmut Meisl, 5400 Hallein

Aufgerufen am 26.05.2022 um 10:42 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/kritik-an-zu-hohen-ladekosten-fuer-elektro-autos-72435058

Schlagzeilen